Die Legende um die „verschwundene Stadt Z“ erzählt von einer hochentwickelten Zivilisation im Herzen des Amazonas, deren Spuren sich im dichten Regenwald verloren haben sollen. Berühmt wurde sie durch den britischen Entdecker Percy Fawcett, der Anfang des 20. Jahrhunderts nach ihr suchte und spurlos verschwand.
Fawcett stützte sich auf indigene Überlieferungen, alte Karten und vereinzelte Artefaktfunde, die auf komplexe Siedlungen hinweisen könnten. Er glaubte, Z sei ein steinernes Zentrum mit fortgeschrittener Kultur. Moderne Archäologie entdeckt tatsächlich großflächige Erdwerke, Straßen und Siedlungsstrukturen (z. B. im Gebiet des Xingu), die zeigen, dass der Amazonas dichter besiedelt war als lange angenommen. Eine konkrete „Stadt Z“ ist jedoch nicht nachgewiesen. Die Legende lebt weiter, weil sie reale Spuren präkolumbianischer Kulturen mit dem romantischen Bild einer verlorenen Metropole verbindet – und durch Fawcetts rätselhaftes Verschwinden zusätzliche Faszination erhält.


