Die Hängenden Gärten von Babylon gelten als eines der sieben Weltwunder, weil antike Autoren sie als terrassenartige Gartenanlage beschrieben, die inmitten der Wüste wie ein grünes Paradies wirkte.
Ihre Legende beruht auf Berichten über üppige Vegetation, technische Bewässerungssysteme und königliche Pracht – historisch nachgewiesen sind sie jedoch nicht. Die Quellen sprechen von künstlichen Bergen, auf denen Bäume und exotische Pflanzen wuchsen, angeblich erbaut von König Nebukadnezar II. für seine aus Medien stammende Gemahlin. Archäologen fanden bislang keine eindeutigen Überreste in Babylon; daher vermuten einige Forscher, dass die Beschreibungen auf eine assyrische Gartenanlage in Ninive zurückgehen. Die Faszination der Gärten entspringt ihrer Verbindung von Ingenieurskunst, Naturbeherrschung und königlicher Repräsentation. Sie symbolisierten Macht über Landschaft und Klima und idealisierten das Bild eines himmlischen Gartens auf Erden. So bleibt ihr „Geheimnis“ eine Mischung aus Mythos, politischer Propaganda und möglichen historischen Vorbildern.


