Der Inka-Goldschatz gilt als legendärer Hort aus Tempelopfern, königlichen Insignien und kunstvollen Metallarbeiten, der beim spanischen Eroberungszug im 16. Jahrhundert verschwand. Sein Kern ist historisch: Die Inka verfügten über enorme Gold- und Silbervorräte, die rituell statt monetär genutzt wurden.
Als die Spanier Atahualpa gefangen nahmen, wurde zur Lösegeldzahlung ein Raum mit Gold und Silber gefüllt. Ein Teil gelangte nach Spanien, vieles wurde eingeschmolzen. Weitere Schätze – besonders aus Cuzco und heiligen Heiligtümern – sollen auf der Flucht versteckt worden sein, etwa von Inka-Anhängern, die sich in Vilcabamba verschanzten. Archäologisch ist kein großer, unversehrter Inka-Schatz gefunden worden; die meisten Gegenstände sind durch Kolonialraub verloren oder zerstört. Die Geschichte lebt weiter, weil reale Funde kleinerer Schatzdepots zeigen, wie kunstvoll die Metallurgie der Inka war. Der „große Schatz“ bleibt jedoch verschollen und gilt überwiegend als mythologisch überhöht.


