Der Olivenzweig galt als Friedenssymbol, weil er mit Athena, Schutzgöttin der Weisheit und Stadtordnung, verbunden war und für Wohlstand ohne Krieg stand. Sein Anblick versprach Sicherheit, Stabilität und das Ende von Feindseligkeiten.
In der griechischen Antike war der Olivenbaum lebenswichtig: Er lieferte Öl für Nahrung, Medizin, Handel und religiöse Rituale. Da Olivenbäume nur in ruhigen Zeiten gepflegt werden konnten und jahrzehntelang Früchte trugen, galten sie als Zeichen langfristiger Harmonie. In Athen sollte Athenas mythisch geschenkter Olivenbaum der Stadt Frieden und Gedeihen bringen. Bei Verhandlungen nutzten Gesandte den Zweig als sichtbares Versprechen guter Absichten. Auch in den Panhellenischen Spielen wurde der Ölzweig zum Sieges- und Ehrenzeichen, das Tugend und Eintracht repräsentierte. Diese kulturelle Aufladung machte den Olivenzweig zu einem dauerhaften Symbol für Frieden, Versöhnung und zivile Ordnung im griechischen Denken.


