Kaiserliche Eunuchen spielten im alten China eine besondere Rolle, weil sie direkten Zugang zum Herrscher hatten und als politisch zuverlässig galten, da sie keine eigenen Dynastien gründen konnten. Dadurch wurden sie zu einflussreichen Vermittlern zwischen Kaiser, Hof und Verwaltung.
Sie beaufsichtigten den inneren Palast, verwalteten Finanzen, Zeremonien und häufig auch geheime Befehle. Ihre Macht wuchs, weil der Kaiser ihnen intime Aufgaben anvertraute, die hohen Beamten verwehrt blieben. In manchen Dynastien kontrollierten Eunuchen sogar Militär und Informationsflüsse, was sie zu zentralen Figuren der Hofpolitik machte. Gleichzeitig sahen konfuzianische Gelehrte ihre Macht kritisch und warnten vor Machtmissbrauch, der in historischen Quellen gut belegt ist. Die besondere Bedeutung der Eunuchen ergab sich damit aus einer Mischung aus institutionellem Vertrauen, exklusivem Zugang und der Fähigkeit, Hofstrukturen effektiv zu steuern.


