Eichen galten den Kelten als heilig, weil sie Stärke, Langlebigkeit und Himmelsnähe verkörperten und häufig Blitzeinschläge überstanden – ein Zeichen göttlicher Berührung. Sie wurden zu natürlichen Heiligtümern, in denen sich Menschen den Göttern besonders nah fühlten.
Druiden führten viele Rituale in Eichenhainen durch, da man glaubte, die Bäume könnten göttliche Kräfte leiten. Misteln, die auf Eichen wuchsen, galten als besonders wirksam und wurden in Schutz- und Heilriten verwendet. Die robuste Holzqualität machte die Eiche zudem zum Symbol für Beständigkeit und Stammesidentität. In Mythen verband man sie mit Himmels- und Donnergottheiten, die Leben spenden und schützen. Die Verehrung beruhte somit auf einer Mischung aus religiöser Symbolik, naturkundlicher Beobachtung und sozialer Tradition – weshalb die Eiche zu einem zentralen Sinnbild keltischer Spiritualität wurde.


