Der Phönix galt als Symbol der Wiedergeburt, weil er mythisch im Feuer vergeht und erneuert aus seiner eigenen Asche hervorgeht. Diese Vorstellung verband Tod, Transformation und neues Leben in einem einzigen Bild.
In der ägyptischen Tradition stand der Bennu-Vogel für zyklische Erneuerung, den Sonnenaufgang und kosmische Ordnung. Griechen und Römer übernahmen das Motiv und deuteten den Phönix als Wesen, das nach einem festgelegten Lebenszyklus verbrennt und regeneriert. Dadurch wurde er zum Sinnbild für Unsterblichkeit, Reinheit und den ewigen Kreislauf der Natur. In späteren Kulturen – etwa in Persien, China oder im frühen Christentum – entwickelte er sich zu einem Zeichen spiritueller Auferstehung, moralischer Erneuerung und gesellschaftlicher Hoffnung. Forscher vermuten, dass universelle Naturbeobachtungen wie jahreszeitliche Veränderungen oder Feuerrituale diese Idee verstärkten. So vereint der Phönix naturreligiöse Vorstellungen und symbolische Welterklärungen zu einem weltweit verständlichen Bild für Wandlung und Neubeginn.


