Stonehenge wurde vermutlich als ritueller Ort gebaut, an dem astronomische Beobachtungen, religiöse Zeremonien und soziale Zusammenkünfte stattfanden. Die Anlage diente mehreren Zwecken, die sich über Jahrhunderte entwickelt haben.
Archäologische Funde zeigen, dass Stonehenge präzise auf Sonnenauf- und -untergänge ausgerichtet ist, was seine Funktion als Kalender- und Kultstätte stützt. Viele Forscher sehen darin ein Zentrum für Ahnenverehrung, Heilungsrituale oder Übergangszeremonien, da in der Umgebung zahlreiche Bestattungen nachweisbar sind. Andere Theorien betonen Stonehenge als Symbol politischer Macht, weil der Bau enorme Organisation und Ressourcen erforderte. Auch die Transportwege der tonnenschweren Steine deuten auf weitreichende Netzwerke und kollektive Identität hin. Obwohl keine einzelne Erklärung vollständig sicher ist, gilt Stonehenge heute als multifunktionales Monument, das astronomisches Wissen, religiöse Praxis und soziale Struktur der Jungsteinzeit vereint.


