Der Elefant war für die Khmer ein Schlüsselzeichen von Macht, Fruchtbarkeit und königlicher Legitimation. Seine Stärke und königliche Ausstrahlung machten ihn zum bevorzugten Tier für Herrscher, Kriegszüge und zeremonielle Auftritte.
Im Angkor-Reich begleiteten Elefanten königliche Paraden, trugen Herrscherstandarten und symbolisierten die Fähigkeit des Königs, Ordnung im Kosmos zu wahren. Sie standen auch für Wohlstand und Regen, da ihre Verbindung zu Wasser und Fruchtbarkeit in Mythen betont wurde. Die Dreiköpfige Elefantengottheit Airavata – im Khmer-Raum als *Erawan* bekannt – erschien in Tempelreliefs und legitimierte Herrschaft durch göttliche Unterstützung. Darüber hinaus dienten Elefanten im Militär als mobile Plattformen für Bogenschützen und als psychologische Waffe. Die Kombination aus religiöser Symbolik, politischer Repräsentation und praktischer Bedeutung erklärt, warum der Elefant zum zentralen Identitätssymbol der Khmer wurde.


